DIY Stuhlkissen für den TrippTrapp


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Das Kind kann sitzen und bekommt einen Hochstuhl. Allerdings finde ich die Sitzkissen dafür entweder hässlich oder zu teuer, im schlimmsten Fall beides. Also hab ich selbst eins genäht 🙂

Leider bin ich beim Googlen nicht so richtig fündig geworden. Es gibt zwar diese wundervolle, kostenlose Nähanleitung für den Tripp Trapp, allerdings ist die für Nähanfänger wie mich eine echte Challenge, und außerdem wollte ich ja eine Auflage für den oberen Sitzteil, wo die ganz Kleinen drauf sitzen. Hilft ja alles nüscht – manchmal muss man eben selbst ran. Ergo: Ich hab ausgemessem, gezeichnet, geschnitten, geklebt und genäht.

Wer’s nachmachen will, feel free! Ihr braucht etwa 1 Quadratmeter Stoff sowie ein Volumenvlies. Die Nahtzugaben sind in meinen Angaben NICHT enthalten.

Ich habe beschichtete Baumwolle gekauft, weil mir das Abwischen (zu Recht!) praktischer erschien, als Waschen. Den Stoff hatte ich bei Dawanda gekauft, leider ist er derzeit nicht erhältlich…

Hier erstmal das Schnittmuster für das Sitzkissen:

Tripp Trapp Kissen 1

Tripp Trapp Kissen 2

Für das Rückenkissen schneidet Ihr einfach zwei Stoffstücke à 25×23 Zentimer (Breite mal Höhe) zu, sowie einen etwa 25×10 Zentimeter großen Streifen. Dieser dient später als Halterung an der Lehne:

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Das Nähen ist mega-easy: Erst alles ordentlich ausschneiden, is klar. Für das Stuhlkissen die schönen Seiten aufeinander legen (rechts auf rechts).

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Das Volumenvlies auf eine der Innenseiten legen (sprich: auf die nicht-schöne Seite). Dann einmal fast komplett drumrum nähen (normaler Geradstich) – eine Fingerlänge als Wendeöffnung lassen, dann auf rechtsrum drehen und die Öffnung schließen. Dann noch die kleine Öffnung, wo der Babysitz reingesteckt wird, mit Hilfe des Schnittmusters anzeichnen, mit Knopflochstich nähen, vorsichtig öffnen. Fertig.

Beim Rückenkissen ist es im Prinzip exakt das gleiche Vorgehen. Mit einer kleinen Ausnahme: Ihr müsst vorher an dem schmalen Streifen eine der langen Kanten umnähen, damit sie später schön aussieht. Die nicht umgenähte Kante kommt dann quasi falschrum in den rechts-auf-rechts-Stapel. Dazu braucht man ein bisschen Fantasie, zugegeben: Legt zuerst ein Stoffstück mit der Innenseite hin, so dass die schöne Seite zu Euch zeigt. Dann das schmale Stück mit der schönen Seite drauf legen; die abgenähet Seite zeigt zu Euch. Dann wieder das große Stück mit der schönen Seite nach unten drauf legen, so dass im Prinzip die beiden großen schönen Seiten aufeienander liegen. Obendrauf noch das Vlies.

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Mit Geradstich einmal fast rundherum nähen, Wendeöffnung lassen, umdrehen, Öffnung schließen, fertig.

Lasst mich gern wissen, ob das bei Euch gekalppt hat. Ist nämlich für mich ’ne Premiere, dass ich ein Schnittmuster nicht nur selbst erstellt habe, sondern es auch noch veröffentliche. Für Hinweise auf Fehler bin ich dankbar!!!

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