Ein Foto-Tagebuch für’s Baby


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Verrückt, wenn das Baby plötzlich ein Jahr ist oder wird. Da darf man als Mama schonmal ein wenig rührselig unterwegs sein. In solchen Momenten schaue ich mir gern Fotos an – und zwar richtig oldschool im Album, das ich extra angelegt habe.

Korrekterweise müsste ich ja sagen: Ich habe bereits vier Alben angelegt. Erm, ja, ich habe zu viel Zeit, offensichtlich. Weswegen sonst hätte ich das zehntausendste Mamiblog gestartet? Eben. Jedenfalls hatte ich schon vor der Entbindung zwei sehr schöne Baby-Fotoalben gekauft, in denen man alles mögliche notieren kann: vom Schlafverhalten über das erste Zähnchen bis hin zum Familienstammbaum. Hoffentlich wird sich die Räubertochter all das später mal genau so gern anschauen wird wie ich (als Kind und als Erwachsene). Jedenfalls nimmt man so ein Fotoalbum eher mal aus dem Schrank, als dass man in die Cloud geht und Fotos von vor zehn Jahren raussucht. #MeinCredo

Ich habe die zwei Alben gekauft, weil ich beide so schön fand und mich nicht entscheiden konnte. Das größere von beiden heißt schlicht Dein Babybuch* (ca. 26,5 x 27 cm). Hier kann man notieren, welche Namens-Alternativen man sich für das Baby überlegt hatte, wie Mamas und Papas Kindheit war, wann der erste Besuch kam, wohin es in den ersten Urlaub ging. Es gibt zudem liebevoll gestaltete Seiten, auf denen man ankreuzt, wie das Wetter am Tag der Geburt war, was das Kind nicht so gern mochte und was beim Einschlafen geholfen hat. Aus der Doppelseite zur Taufe habe ich, die ausgetretene Katholikin und beherzte Atheistin, einfach Kita-Eingewöhnungs-Seiten gemacht. That’s what Tipp-Ex is for! Ach so. Genügend Platz für Fotos ist natürlich auch. Und es gibt eine Soundfunktion, die ich aber bislang noch nicht getestet habe. Die Idee dazu find‘ ich aber hammer.

Das andere Album habe ich in erste Linie wegen der niedlichen Aufmachung gekauft. Es heißt Mein erstes Album* (ca. 25 x 25 cm) und hat einen schönen Stoff-Einband mit hübschen Motiven (Eisenbahn, Sonne, Bäume). Auf den ersten vier Seiten ist in z.T. blauer Kinder-Feinschrift ein Lückentext gedruckt, den man ausfüllt. Wie groß und schwer das Kind war, wem es ähnlich sieht, welche Kosenamen es bekam, wann es sitzen, laufen, sprechen konnte. Danach sind die Seiten leer und man hat freie Hand. Ich habe den Platz genutzt, um das Buch in Ich-Form – also aus Sicht der Räubertochter – weiterzuführen und habe Fotos geclustert, um ihr Leben und ihre Art abzubilden. Zum Beispiel hat sie ja viel geschlafen in den ersten Wochen und Monaten; folglich habe ich verschiedene Schlaf-Bilder genommen, auf eine Doppelseite geklebt und dazu geschrieben: „Ich habe viel geschlafen, weshalb Mama und Papa auch viel chillen konnten.“

 

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Und ein drittes Album habe ich einfach mit Serien-Bildern des Kindes gefüllt. Manchmal drückt man ja mehrfach auf den Auslöser. Dabei kommen oft coole, aufeinander aufbauende Bilder raus, die man witzig beschriften kann. Wie ein gedrucktes Mini-Video.

So viel dazu. Was ich aber eigentlich schreiben wollte, ist folgendes… Zur Geburt haben wir unnötigerweise ein 08/15-Einsteckalbum geschenkt bekommen. Wie gesagt, ich hatte ja schon zwei Fotoalben gekauft und stand nun mit einem weiteren da, mit dem ich nichts anzufangen wusste. Einsteckalben haben ja immer etwas trostloses, finde ich. Sie vermitteln etwas husch-huschiges. Seufz. Bis mir ein irgendwann ein Geistesblitz kam: Machste n Foto-Tagebuch! Neben den Bild-Taschen sind halt immer ein paar Zeilen frei, auf den man was aufschreiben kann. Fortan notierte ich jeden Tag in dem Buch, was so war; versehen mit Wochentag, Datum und Altersangabe des Kinder (soundsoviel Wochen bzw. Monate alt). Also: Fortschritte der Räubertochter, eine neue Windelgröße, Besuche oder Ausflüge, das Wetter, Müdigkeitsskalen, erste Male, alles mögliche. Und logischerweise suchte ich jeden Tag ein passendes Foto heraus, das die Stimmung oder das Erlebte repräsentierte. Klingt nach viel Arbeit. Isses auch. Schweineviel Arbeit. Die anderen Alben im Übrigen auch.

Die Fotos habe ich der Kosten wegen online bestellt. Dort bekommt man auch immer Mini-Übersichten zugeschickt, die ich alter Messie nicht wegwerfen konnte. Stattdessen habe ich den Foto-Karton mit den Kleinst-Bildern beklebt, so dass ich jetzt eine schöne Foto-Box von der bzw. über die Räubertochter habe. Tja. Kiekste.

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