Mit Kleinkind zur Grünen Woche


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Ja, es ist voll. Aber auch spannend. Und lecker. Also Kind in den Wagen und los.

Egal, ob man keine zwei Jahre ist oder halbsiebzig wie meine Wenigkeit – zu gucken gibt’s bei der Grünen Woche mehr als genug. Schafft man gar nicht an einem Tag, schon gar nicht mit Kind. Also haben wir uns die Kind-kompatiblen Highlights rausgesucht und abgeklappert bzw. uns hingeschlängelt, durchgezwängt, sind entlanggetippelt. Irgendwas muss man am Wochenende ja unternehmen. Und immer nur Zoo/Aquarium/Tierpark, Indoor-Spielplatz oder Mitmachmuseum geht auch nicht.

Eins vorab: Die riesige Kreuzung vor der Messe ist die Hölle. Man muss ja die Unterführung nehmen, wo aber zumindest bei unserem Besuch keine Rolltreppe funktionierte. Und einen Fahrstuhl haben wir auch nicht gesehen. Drückt schon ein bisschen auf Stimmung und Erlebnisfaktor.

Auf dem Messegelände selbst kann man sich mit Kinderwagen oder Karre gut fortbewegen. Schwer ist es nur, einen Wickelraum zu finden. Da gibt’s aus meiner Sicht zu wenig und man muss teilweise richtig lange Strecken zurücklegen. Auch Leute, die bei der Messe arbeiten, können nicht immer Auskunft geben, wo der nächste Wickelraum ist. Nervt! Insofern rate ich allen Eltern, immer die Augen offen zu halten und sich zu merken, wohin man zum nächsten Boxenstop gehen kann oder sollte.

Das war’s aber auch schon mit der Nörgelei. Denn auf der Grünen Woche gibt es viele leckere Schweinereien, darunter Schwarze Pommes Frites (3,50 Euro), die mit Sepia-Tinte bzw. in der Veggie-Variante mit medizinischer Kohle gefärbt wurden. Sehen aus, wie zu lange im Backofen gewesen. Schmecken aber normal. So wie bei Macces oder BK. Der Mann und ich haben uns die Bäuche mit Streetfood voll geschlagen, als die Räubertochter ihren Mittagsschlaf hielt. Und wir machten im superschönen Innenhof der Messe einen Spaziergang. Das Restaurant war leider geschlossen, sieht aber endcool aus:

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Tatsächliches Highlight unseres Ausfluges war allerdings Halle 25 mit den vielen Tieren: Pferde unterschiedlichster Rasse, Schafe, Kühe. Und in Halle 26 gab’s Alpakas, Esel, Kaninchen. Auch Hunde, Fische und Ratten haben wir gesehen. Überall durfte man gucken und streicheln. Zudem konnte man in Halle 3.2 (Thema: „Erlebnisbauernhof“) einen Traktor ausprobieren, was Kind und Mann so richtig toll fanden. Hier gibt’s auch einen (kostenlosen) Kindergarten mit Spiel- und Bastelmöglichkeiten, so dass Muddi und Vaddi vielleicht auch mal nebenan ’n Sektchen schlürfen können. In Halle 4.2 stellt sich der Jagdverband vor. Klingt erstmal ein bisschen abtörnend, wenn ich ehrlich bin, aber die haben ein Stück Mini-Wald aufgebaut und zeigen dort rund ein Dutzend ausgestopfte Tiere: Amseln, Waschbären, Dachs. Findet die Räubertochter toll. Gucken, ohne dass die Tiere weglaufen. Darum ist das Naturkundemuseum übrigens auch ne 1 für Kleinkinder!

Also, to sum up: Ja, auch mit Kleinkind kann man auf die Messe, zur Grünen Woche gehen. Ist zwar voll, aber dafür eben auch mal echt was anderes. Neue Eindrücke für einen selbst und für den Nachwuchs. Meiner Meinung nach eine win-win-Situation.

Noch eine Woche lang ist die Grüne Woche geöffnet. Eintritt kostet sonntags z.B. nur zehn Euro. Geöffnet ist von 10 bis 18 Uhr.

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