Throwback Thursday: Trage-Baby schön warm halten


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Seit einem Jahr haben wir die Jackenerweiterung Kumja im Einsatz. Nachdem ich schon mehrfach auf der Straße darauf angesprochen wurde, wollte ich mal ein bisschen die Werbetrommel für das gute Stück rühren.

Und natürlich bekomme ich kein Geld dafür. Ist ehrliche Überzeugung. Aber von vorn: Die Räubertochter war eigentlich von Anfang an ein Trage-Baby und stand nicht so wirklich auf ihren Kinderwagen. Fanden der Mann und ich super, denn es war bzw. ist so schön kuschlig. Naaa gut, im Sommer auch sehr schwitzig. Letztes Jahr um diese Zeit standen wir also vor dem Problem: Was machen wir, wenns kalt wird? Eine Umstandsjacke hatte ich ja nie gebraucht bei einem Sommerbaby und scheute nach der Entbindung die Anschaffungskosten, zumal der Mann sich ja auch eine hätte kaufen müssen. So ein Teil kostet ja schnell mal an die 200 Euro.

Das war also die Problemlage. Und die Lösung kam von meiner Spazier-Gang: Ich habe mir ein paar Zweit-Muttis gesucht, mit denen ich einmal die Woche ne Runde schieben ging. Das hat für Erstlingsmamas wie mich den Vorteil, dass die Muttis erstens entspannter sind (verspannt bin ich ja selbst vor lauter Unsicherheit und Angst, dem Kind einen Schaden zuzufügen) und zweitens alles schon mal durchgemacht haben. (Und drittens war ich nicht so einsam während der Elternzeit.) So hatte eine Spaziergängerin auch den passenden Rat für mein First-World-Problem: „Kumja!“, sagte sie mit einem fast schon verschwörerischen Grinsen. Und verriet, dass das ein Akronym für Komm-unter-meine-Jacke sei.

Alles Weitere hat Dr. Google für mich übernommen und keine Woche später waren der Mann und ich Kumja-Fans. Bis heute, mehr als ein Jahr später. Denn sie hält nicht nur das Kind, sondern auch Mama und Papa schön warm, selbst bei dicken Minusgraden.

Das Prinzip ist folgendes: Man kauft einen Jacken-Einsatz (38 Euro) bei Mamamotion, dem Online-Shop der Hersteller in Hannover, wo es auch ein Ladengeschäft gibt. Den Einsatz gibt’s sowohl für den Sommer, als auch für den Winter, variiert also in der Stoffdicke. Dazu bestellt man einen Reißverschlussadapter (je 12 Euro), den man mit einer Handvoll Klicks generiert. Denn das System kann mit wenigen Fragen herausfinden, welchen Reißverschlusstyp man hat bzw. braucht. Den Adapter macht man dann auf beiden Seiten zwischen Jacke und Einsatz fest. Idiotensicher. Und mega-praktisch.

Es gibt auch diverse Design- und Erweiterunsoptionen. Was ich ganz besonders toll finde: Mamamotion ist ein kleiner Familienbetrieb, der die Kumja in Eigenregie entwickelt hat. Ein Paar mit drei kleinen Kindern. Die Firma setzt auf Nachhaltigkeit und faire Produktion. Gefertigt wird größtenteils in Vietnam, wo Mama-Motion-Gründer Ronald und Kerstin mal gelebt haben, weil er bei einem Entwicklungshilfeprojekt jobbte. Der dortige Produktionsleiter ist ein Freund der Familie und Mamamotion ist jedes Jahr einmal vor Ort, um sich alles genau anzusehen.

Ich für meinen Teil bin glücklich, dass es Menschen wie Ronald und Kerstin gibt, die eine gute Idee und genügend Mut haben, sie umzusetzen. Geht mir total ab! Die Kumja ist für mich auf alle Fälle ein Must-Have für alle Trage-Eltern.

 

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