Throwback Thursday: Wie man ein schreiendes Baby beruhigt


Bildschirmfoto 2017-01-30 um 13.27.15

Die Räubertochter ist nun schon ein Jahr alt. Ich erinner mich noch ganz genau, wie es war, wenn sie einen Schreitag hatte – und bin froh, dass das Netz und meine Hebamme soooo viele gute Ratschläge hatten…

Klar: Stillen, wickeln, tragen, schuckeln und singen geht wirklich immer. Immer, jederzeit. Und was ich anfangs tatsächlich nicht geschnallt habe, war die Tatsache, dass das Kind auch zehn Minuten nach dem Stillen schon wieder an die Brust wollen kann. Aus Hunger oder dem Bedürfnis nach Nähe. Beim Singen habe ich immer drauf geachten, möglichst gleichmäßig und mit tiefer, einschläfernder Stimmer zu singen; gern auch LaLeLu in Endlosschleife. Das Monotone hat, meiner Erfahrung nach, eine beruhigende Wirkung.

Was im Übrigen erstaunlich gut funktioniert hat: Nackig machen! Baby ausziehen und auf einer Decke strampeln lassen oder Haut-auf-Haut kuscheln. Der Tipp kam von meiner Pekip-Tante und war an vielen verzweifelten Tagen eine Rettung. Nicht immer, aber doch recht oft. (Natürlich muss man drauf achten, dass die Umgebung warm genug ist, damit das Kind nicht auskühlt.)

Wenn die Räubertochter Bauchweh hatte, haben wir sie viel im Fliegergriff getragen und leicht gewippt. Wenn sie darüber einschlief, haben wir sie bäuchlings auf ein lauwarmes Kirschkernkissen gelegt, damit sie erstens keinen Positionswechsel mitmachen muss, der sie aufwecken könnte, und zweitens hatte sie so weiterhin etwas warmes am Bauch hat und lag nicht plötzlich die kalte Matratze. Darüber hinaus haben wir ein getragenes T-Shirt von uns übers Laken gezogen, so dass sie unseren Geruch bei sich hat.

Viele Neugeborene haben ja auch Probleme mit dem Tag- und Nachtwechsel, finden schwer einen Rhythmus, sind verwirrt vom Hell und Dunkel. Da kann es hilfreich sein, nachts eine Salzlampe (siehe Beitragsbild; gibt’s auch als Nachtlicht*) anzumachen, die ein orange-rotes, gedämpftes Licht macht. So in etwa stell ich mir das im Bauch für Ungeborene vor 😉 Und tagsüber kann man ein rotes oder pinkes Spucktuch am Bettchen drapieren, so dass es nicht ganz so grell fürs Baby ist. (Aufpassen, dass das Tuch sich nicht löst und vielleicht aufs Gesicht vom Baby fällt!)

Was hat sonst noch geholfen?

  • Aus dem Fenster gucken und reden
  • Buch angucken, oder Prospekte, Zeitung (das Rascheln ist super!)
  • An Mamas kleinem Finger nuckeln lassen (anstelle eines Schnullers)
  • ablenken – mit Spielzeug, Hände klatschen, Füßchen kitzeln etc.
  • Popo klopfen. Ist bis heute mega zum Runterkommen für das liebe Kind! Ein ganz leichter Klaps pro Sekunde, ähnlich viel wie der Herzschlag von Mama. Angeblich fühlt sich das leichte Klopfen an, wie im Bauch, wo das Baby ja auch immer dieses Rhythmus hörte und spürte.
  • Über die Stirn streichen bzw. von der Strin über den Nasenrücken
  • White Noise – gibt’s auch als App (super als Einschlafhilfe! Die SZ hat einen Selbttest gemacht)

Wenn all das nicht hilft: Tapfer bleiben, durchhalten, die Welt verfluchen. Vielleicht auch mal das Baby ablegen, sich selbst gut zureden oder heulen. Und niemals vergessen – alle Mamas kennen solche Momente, in denen man vor Verzweiflung, Wut und Hilflosigkeit nicht weiterweiß. Gehört dazu und geht vorbei.

Schreibt mir, wie es Euch ergeht oder erging. Hat Euer Baby viel geweint? Was hat das mit Euch gemacht? Habt Ihr vielleicht DEN ultimativen Tipp? Wie immer freu ich mich über Post von Euch.

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