Zu Besuch: im Spielzimmer


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Auch wenn’s draußen kälter wird, wollen Einjährige rumtoben. Und weil’s zu Hause schnell langweilig wird, gibt’s Indoor-Spielplätze. Wir haben das Spielezimmer in Prenzlauer Berg ausgecheckt. Mit mäßigem Begeisterungsgrad.

Freunde von uns hatten das Spielezimmer vorgeschlagen; um die Ecke vom Helmholtzplatz, in der Schliemannstraße. Okay, why not, dachten wir uns. Wir waren schon in etlichen Kinder-Cafés und Indoor-Spielplaätzen, sind also einiges gewohnt an Lautstärke, Kinder-Keilereien und Tresenservice. Aber hier, nun ja, muss man noch mal eine Schippe Geduld draufschmeißen…

An sich ist das Spielezimmer hübsch eingerichtet, typisch Prenzlauer Berg halt: Retro-Möbel, Kitsch-Kronleuchter, alles wird zusammen gewürfelt, atmosphärig. Im vorderen Teil des Ladens ist rechts eine Art Empore aufgebaut, abgetrennt durch einen hübschen Holzzaun. Dahinter befindet sich ein großes Bällebad (sehr schön: große Bälle in weiß oder taubenblau) mit gummierter Schaumstoffrutsche sowie ein paar XXL-Gummi-Legosteine und Schaukelpferdchen. Für Einjährige wirklich ganz toll. Offiziell ist dieser Bereich den ganz Kleinen (unter 3 Jahre) vorbehalten. In der Praxis sieht es so aus, dass Vorschulkinder von den seitlich an der Wand angebrachten Bänken mit Schwung ins Bällebad springen. Die Eltern drehen sich schulterzuckend weg und die Bedienung – die vis-a-vis arbeitet! – ignoriert das Ganze herzlich. Wie auch unsere Bestellung. Unsere Quiche (4,90 Euro mit Salat) war erkaltet, meine Waffel mit Eis und Sahne (4,10 Euro) wurde erst vergessen und dann mit dem falschen Eis gereicht (was mit einem Augenrollen der Bedienung quittiert wurde). Und Vanille-Eis gab’s auch nicht. Ein Kinder-Café, in dem es kein Vanille-Eis gibt, Alter, da musste auch erst mal drauf kommen.

Der Milchkaffee (2,80 Euro) war in Ordnung, as was the Club Mate (2,50 Euro). Dass es bei unserem Besuch krass überfüllt war, dafür kann niemand was. Für Erziehung und Benehmen hingegen schon. Und das hat genervt! Ich würde nur noch in der Woche hingehen, nicht an einem schlecht-Wetter-Sonntag. Ist ja alles auch nur eine Momentaufnahme.

Weiter hinten im Café ist noch ein sehr süßes Spielehaus, ’ne Federwippe, eine Maltafel und wirklich viele schöne Sachen, mit denen Kinder sich gern beschäftigen. Am ganz hinteren Ende befindet sich der Raum, der den eigentlichen Indoor-Spielplatz beherbergt. Das sind Kletter-Rutsch-Elemente, alles mit gummiertem Schaumstoff verkleidet und Netzen versehen, so dass kein Kind sich weh tun kann. Runterfallen oder böse stoßen ist nahezu ausgeschlossen. Auch hier gibt es am Ende der Rutsche noch ein Bällebad. Das Ganze nennt sich in Auskennerkreisen wohl Softplayanlage. Haben wir mit der Räubertochter alles getestet und für richtig geil befunden.

Im Café gibt’s unisex-Toiletten und einen hübschen Wickelbereich. Alles sauber – trotz starker Nutzung. Top!

Eintritt kostet für Kinder ab zwei Jahren zwei Euro, Knirpse und Erwachsene kommen so rein.

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